13 lange Tage



Am 19.Juli zog also Honey bei uns ein.
Die Magische Grenze würde also der 9.August sein. Wenn sie bis dahin nicht geworfen oder deutliche Anzeichen einer Schwangerschaft gezeigt hätte, würde ich sie langsam zu meinen großen Rattendamen integrieren können. Sie reagierte in jeder Hinsicht gelassen, egal ob ich sie zum Auslauf in ein ihr unbekanntes Gebiet setzte, oder ob es um den Geruch der anderen Rattendamen, den ich an den Händen hatte, als ich zu ihr kam,ging; sie war neugierig,interessiert aber in keinester Weise verschreckt.
Die ersten Minuten im neuen Zuhause saß sie aber ganz still da, nur der Kopf pendelte von einer Seite zur anderen, damit sie wirklich alles erkennen konnte. Jetzt macht sie das nur noch, wenn sie sehr beunruhigt ist, oder etwas nicht genau sehen kann.
Meine großen Rattendamen hingegen waren ganz hingerissen von Honey Geruch an meinen Händen, und wollten mich damit kaum mehr weglassen.Ich mußte sie aber nunmal auf später vertrösten; spätestens am 9.8. würde ich es wissen... Honey war nicht dürr als ich sie zu mir holte, aber auch nicht gerade dick.
Wir päppelten und hätschelten sie mit allerlei Köstlichkeiten und extra Vitaminen.
Abgesehen von viel frischem Obst und gutem Körnerfutter versuchten wir auch dem erhöhten Eiweißbedarf während der Schwangerschaft gerecht zu werden, und fütterten dafür zu.
Und im Laufe der ersten Woche nahm sie zu; im Lauf der zweiten wurde sie richtig dick. Am 13.Tag schließlich war sie mehr birnenförmig als sonst was;der Bauch war auch nicht mehr so weich wie vorher, und ich meinte bereits, die Zitzen etwas deutlicher zu sehen.
Nun war es keine Frage mehr von "Wird sie werfen?" sondern "Wann und Wo wird sie werfen?".
Sie hatte sämtliches Nistmaterial verschmäht, das wir ihr angeboten hatten:

Erst in letzter Minute besann sie sich der schützenden Hängematte im "Erdgeschoß"...





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